Nur noch zwei Tage bis Limmud. In allen Ecken von Berlin werden noch letzte Vorbereitungen getroffen. Von den Plänen für die Freiwilligen-Koordination bis hin zu Sitzeinheiten für die Lounge.
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Programm online!
Endlich haben wir das, was alle sehen wollen und schon lange in der Hand halten wollen - das Programm für das Limmud.de Festival 2012 in Berlin-Mitte.
Es ist noch ein Arbeitsdokument und wir arbeiten die Tage noch an der finalen Version, aber hier schon einmal der Überblick für das Programm:
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LundaLimmud
Bericht von unserem Limmudnik Jeremiah über die Organisation einer eigenen Limmud Veranstaltung in Lund, Schweden
Der erste Limmud in der Öresundsregion ging am 4. März in der südschwedischen Universitätsstadt Lund über die Bühne. Der LundaLimmud war damit auch der erste Limmud in Südschweden und Dänemark. Ca. 80 bis 100 Teilnehmer aus Schweden und Dänemark, aber auch aus Israel und den USA hatten die Möglichkeit, fast dreißig Vorträge und andere Events zu besuchen. Unter den Presentatoren war unter anderem der Lunder Autor und Kinderarzt Salomon Schulman, der aus einen Büchern las. Darüber hinaus hielten gleich drei Rabbiner Shiurim zu unterschiedlichen Aspekten, der Stockholmer orthodoxe Rabbiner Isak Nachman, die Rabbinerin der Progressiven Gemeinde Shir Hatzafon in Kopenhagen, Tirzah Ben-David, sowie die Chicagoer rekonstruktionistische Rabbinerin Rebecca Lillian, die zur Zeit in Lund an der Universität lehrt. Jiddisch stand auf der Tagesordnung mit Jan Schwarz, dem Dozenten für Jiddisch an der Universität Lund, sowie dem Jüdischen Chor Lund, der zum gemeinsamen Singen jiddischer Lieder einlud. Die Malmöerin Hanna Tenenbaum lud zu jüdischen Tänzen ein, während Jeremiah Stefan Richter eine historische Stadtwanderung durch Nöden, das alte Shtetl im Jerusalem des Nordens, durchführte.
Alles in allem ein gelungenes Lernfest mit babylonischen Sprachgewirr, denn gehalten wurden die Vorträge und Präsentationen antürlich auf Schwedisch, Dänisch udn Englisch, aber in den Korridoren der Folkuniversitetet, wo der LundaLimmud stattfand, hörte man auch viel Polnisch, Russisch und andere Sprachen.Für das nächste Jahr haben die Organisatoren auch schon eine neue Idee, denn am 10. März 2013 soll der nächste Limmud in der Öresundsregion über die Bühne gehen, der ÖresundLimmud Øל2013, irgendwo in der Öresundsregion in Lund, Malmö oder Kopenhagen. Wir werden sehen. Save the date already now: March, 10, 2013! www.jclund.wordpress.com
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Limoud France
Bericht von unserem Limmudnik Yaël über ihre Teilnahme beim Limoud France in Paris
Französisch, das ist eine Sprache, die man gerne mal in der Oberschule erlernt und anschließend wieder vergißt. Ist man aber ein Limmudnik, hat man immer wieder die Gelegenheit durch die Welt von Limmud zu Limmud zu reisen und die verschiedenen Sprachkenntnisse, die man sich im Laufe seines Lebens angeeignet hat, zu erkunden, aufzufrischen und zu vertiefen oder aber einfach zu englisch-sprachigen Präsentationen zu gehen.
Ich dachte mir, dass ich nach einigen Jahren mal den Stand meines Schul-Französischs überprüfen möchte und habe mich zu diesem Zweck im Januar bei Limoud France angemeldet, um Anfang März die Kenntnisse der Limmud-Familie zu erweitern.
Ist man zudem aber auch noch im Limmud.de-Festival-Organisationsteam hat man einen ganz anderen Blick auf andere Festivals als vielleicht ein regulärer Limmudnik; so ist jedenfalls meine Meinung. Was machen die anders? Was können wir übernehmen? Was läuft genauso?

Hier sieht man die Tasche, die es gab, um u.a. das Programmheft (A4) von A nach B zu tragen.
Laut der Veranstalter waren ca. 400 Personen bei Limoud France. Das ist einige weniger als beim Limmud.de-Festival 2011. Wenn man dann noch bedenkt, dass die jüdische Gemeinde in Frankreich ca. 600.000 Personen zählt, schneiden wir doch in Deutschland ganz gut ab.
Die folgenden Schilder sah man vor Ort an verschiedenen Stellen aufgehängt…

Ins Deutsche übersetzt heißt es: “Lache, du bist bei Limoud”. Das ist doch eine schöne Idee.
Folgender Link führt zu einem kurzen Video, das einen Eindruck über das französische Festival vermittelt und auch die Autorin bei der Präsentation ihres Beitrags zeigt, denn Limmud funktioniert nur, wenn alle mitmachen.
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Wir haben unsere “Timeline” bei Facebook ergänzt. Nun gibt’s die Geschichte von Limmud.de in visueller Form auf unserer Page!
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Next stop — Berlin
Das Limmud-Team nimmt Fahrt auf und nähert sich seinem nächsten großen Ziel: Limmud in the City. Das ist neu – bisher fand das Festival am Werbellinsee statt, vor den Toren der Stadt, geradezu auf der grünen Wiese.
Darauf muss selbstverständlich das Erscheinungsbild reagieren: Eine schöne und herausfordernde Aufgabe, um dem Marketing-Team beizutreten, nachdem ich im vergangenen Jahr 2011 bereits begeisterter Teilnehmer des Festivals war. Wir machen uns also noch im Herbst auf die Suche nach einem im Neudeutschen so genannten key visual. Ein Leitmotiv wird gesucht, welches die Grundzüge des bisherigen, erfolgreichen Erscheinungsbildes aufnimmt und weiter führt, dabei jedoch auf den neuen Austragungsort des Festivals eingeht.

Nach allerlei Überlegungen und Skizzen rückt ein Motiv in den Blick, welches geeignet scheint, die neuen Anforderungen zu erfüllen: Das Bild des Berliner S- und U-Bahnnetzes als Zeichen für urbane Mobilität und Vernetzung. (Dass die Berliner S-Bahn-Betriebe in der jüngeren Vergangenheit ihre Fahrgäste einer harten Vertrauens-Belastung in ihr Verkehrsmittel ausgesetzt hat, muss dabei wohl oder übel mit gedacht werden.)
Wir arbeiten an der Übersetzung dieses Bildes auf das “Prinzip Limmud” - und verstehen folgerichtig das Festival als eine Art großen Durchgangsbahnhof, ein Treffpunkt auf Zeit, auf den hin und von dem weiterführend vielerlei Haupt- und Nebengleise sich zu einem erkennbaren Netz verbinden. Gingen erste Skizzen noch von einem geschlossenen Netzplan aus, so war schnell klar, dass dieser Limmud nicht adäquat darzustellen vermochte. Sondern es entstand schliesslich ein offener Plan, der zu den Rändern hin offen bleibt und sich auch ausserhalb des Bildrahmens weiter fortsetzt. So, wie sich die “Programmschienen” und Themenkomplexe schon vor dem Festival bilden würden und sich auch nach dem Festival weiter fortsetzten und in den Alltag der Teilnehmer_innen hinein wirken würden. Entsprechend farbenfroh und vielfältig ist damit auch die Planzeichnung, dabei wieder ganz nah beim Vorbild.
Mit dem Relaunch der Website und dem Auftakt zur Anmeldung der Teilnehmer und Akkreditierung der Referenten und Workshop-Leiter wirbt nun der Limmud-City-Plan für ein buntes Lernfestival 2012 in der Hauptstadt und wir alle arbeiten engagiert daran, dass Berlin-Mitte eine lohnende, inspirierende und bereichernde Destination in diesem Frühling wird.
Markus Frank
Marketing Team -
Limmud in Peking →
In diesem Jahr plant das JDC eine eintägige Limmud-Veranstaltung in der Hauptstadt Chinas durchzuführen. Eine spannende neue Stadt für eine solche Konferenz.
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Limmud.de Festival 2011 am Werbellinsee
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Gå inte vilse i höstmörkret – geh nicht verloren in der Dunkelheit
Bericht von unserem Limmudnik Naomi über ihre Teilnahme beim Limmud in StockholmWer geht denn freiwillig Ende November nach Stockholm?! Dazu muß man wohl schon eine ordentliche Infektion mit dem Limmud-Virus haben! Kaum hatte ich erfahren, daß es auch in Stockholm ein Limmud gibt, und vom netten Dienstplan- Team das OK für ein langes freies Wochenende bekommen, war auch schon der Flug gebucht. Stockholm ist zwar nicht unbedingt eine der ersten Städte, die einem in den Sinn kommen, wenn man an Orte mit jüdischer Kultur und Geschichte denkt, aber das Limmud kann sich durchaus sehen lassen.
Aber wie ist das eigentlich überhaupt mit den Juden in Schweden? Kürzlich las man doch von zunehmendem Antisemitismus? Ja, das auch. Aber mal der Reihe nach. Juden gibt es schon seit dem späten Mittelalter in Schweden, offiziell dort leben durften sie aber erst ab 1718 unter König Karl XII, nachdem dieser mit seinen Feldzügen durch Europa einen Haufen Schulden gemacht hatte, und nun seinen Gläubigern erlaubte, in Schweden ansässig zu werden.
Wer mehr über die weitere geschichtliche Entwicklung der Juden in Schweden lesen will kann das hier tun. Vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Juden aus ganz Europa nach Schweden, besonders viele aus Dänemark und Norwegen, und bis in die 1970er Jahre viele weitere aus Ungarn, Polen, den baltischen Staaten und Rumänien.
Es gibt keine verlässlichen offiziellen Zahlen zur aktuellen jüdischen Bevölkerung in Schweden, da es keine Registrierung der Religionszugehörigkeit gibt. Laut Schätzungen des jüdischen Zentralrats in Schweden gibt es nach traditioneller/orthodoxer Halacha ca 20.000 Juden in Schweden, von denen ca 7.000 als Mitglieder an Gemeinden angeschlossen sind.
Seit 1910 sind die Juden in Schweden in jeder Hinsicht gleichberechtigt, seit 1951 herrscht in Schweden Religionsfreiheit. Seit 1999 haben Juden in Schweden den Status einer nationalen Minderheit gemäss der Konvention des Europarates zu historischen nationalen Minderheiten.
Das klingt alles ganz nett, aber wie ist das jetzt mit dem Antisemitismus?
Ja, den gibt es, und es gibt seit ca 2008 deutlich mehr antisemitische Vorfälle, die allerdings in erster Linie einer wachsenden arabischen Bevölkerung in Südschweden zuzuordnen sind und eigentlich eher antizionistischer Natur sind. Da traditionell auch politisch linksgerichtete Europäer eher antizionistisch bzw pro-palästinensisch eingestellt sind führt das zu einer ungünstigen Kombination. Nachzulesen auch z.B. hier: Forward.com.
Die Gemeinde in Malmö schrumpft zur Zeit um ca 5% pro Jahr. In Stockholm ist hiervon glücklicherweise (noch?) nichts zu merken.Dort, in Stockholm, ist der November normalerweise dunkel, nass und kalt.


